Aquagymnastik für Eltern und KindWie Sie mit sportlichem Workout die Entwicklung Ihres Babys fördern
Babyschwimmen unterstützt nicht nur die anatomische und organische Entwicklung von Kindern, sondern ist gleichzeitig ein gelenkschonendes Muskeltraining für die Eltern.
Zugegeben, der Begriff "Babyschwimmen" ist etwas irreführend, da Babys in ihren jüngsten Monaten natürlich nicht wirklich schwimmen lernen sollen. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Art "Aquagymnastik für Eltern und Kind" : Ein kontaktintensives Planschen in 32 bis 33 Grad warmem Wasser, währenddessen sich gymnastische Bewegungen positiv auf die Gesundheit beider auswirken. Sportliches Workout für die ElternEine Schwangerschaft bringt automatisch eine Stärkung der Rücken- und Beinmuskulatur mit sich, während die Arme in dieser Zeit oft eher entlastet werden. Nach der Schwangerschaft wird jedoch gerade auch die Muskulatur in den Armen zum Halten des immer schwerer werdenden Babys benötigt. Zur Unterstützung des Muskelaufbaus braucht man beziehungsweise frau allerdings kein Fitness-Studio: Beim Babyschwimmen werden alle notwendigen Muskeln der Eltern zum Halten und Tragen des Babys trainiert und dem Baby gleichzeitig positive Einflüsse auf die anatomische, organische und psychische Entwicklung mitgegeben. Gelenkschonender Muskelaufbau für Eltern, Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit bei BabysOb Schwimmen, Heben, Stützen oder Laufen – Bewegung im Wasser zählt zu den gesündesten Fitmachern! Zurück zur Relativitätstheorie: Weil Wasser schwer ist, ist der menschliche Körper im Wasser leicht. So können im Wasser also Muskeln trainiert werden wie beim Boxen oder Joggen, ohne jedoch eine annähernd starke Belastung auf die Gelenke auszuüben. Beim Babyschwimmen wird vor allem die Armmuskulatur der Eltern gestärkt, aber auch Beine, Bauch und Po bekommen durch die aquagymnastische Bewegung automatisch ein paar Trainingseinheiten ab. Durch das ständige Halten und Berühren des Babys im Wasser bei engem und direktem Hautkontakt wird sein Vertrauen, das Sicherheitsgefühl und die emotionale Bindung zu den Eltern gestärkt. Die fühlbaren Eigenschaften von Wasser (Temperatur, Auftrieb, Widerstand, Feuchtigkeit) verbessern zudem die Wahrnehmungsfähigkeit des Säuglings. Rundum gesunde EntwicklungAbgesehen von einer gesunden Eltern-Kind-Beziehung, trägt das Babyschwimmen aber auch zu einer gesunden körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklung bei. So zählt beispielsweise die Wahrnehmungsfähigkeit zu den wesentlichen Faktoren für gesundes Bewegungsverhalten. Die Entwicklung der Organsysteme, insbesondere die der Atmung, wird gestärkt und der Körper wird abgehärtet. So greifen auch Infektionen den Säugling weniger schnell an. Durch die selbständige Fortbewegungsmöglichkeit im Wasser, die der Säugling an Land noch nicht hat, lernt er seinen Körper schneller kennen und adaptiert Bewegungsabläufe leichter. Wasser stimuliert den natürlichen Bewegungsdrang des Babys und erhöht seine geistige Aufnahmebereitschaft. Dies im Zusammenhang mit einer gesteigerten Wahrnehmungsfähigkeit des Säuglings gleicht einer Initialzündung für die Entwicklung von Kreativität. Babyschwimmen findet meist in kleinen Gruppen statt, so strömen nicht allzu viele Reize auf das Baby ein. Und doch wird die Kontaktfähigkeit und die soziale Entwicklung im Allgemeinen unterstützt. Die Wissenschaft stimmt zuDie späteren grob- und feinmotorischen Fähigkeiten können in den ersten 22 Monaten verbessert werden. Studien zufolge beeinflussen Bewegungen im Wasser Kinder intensiver als Bewegungen an Land. Unterrichtsforschungen haben zudem ergeben, dass Kinder, die am Babyschwimmen teilgenommen haben, ein besseres situatives Anpassungsvermögen haben, leichter schwimmen lernen, selbstsicherer und eigenständiger sind. Sobald es allerdings um „Babytauchen“ geht, scheiden sich die Geister. Umstrittene MethodenBabytauchen soll die Säuglinge dabei unterstützen, zu lernen, willentlich die Luft anzuhalten. Durch frühe Taucherfahrungen – ein Spiel mit dem Atemschutzreflex des Babys – soll das spätere Tauchenlernen erleichtert werden. Zudem lernen Eltern und Kind beim Babytauchkurs unter sicheren Bedingungen, wie beide in einer Gefahrsituation, zum Besipiel bei Verlust der Halteposition während des Babyschwimmens, reagieren würden. So lässt sich panisches Verhalten in echten Gefahrensituationen einschränken. Was dagegen spricht, ist allerdings die Selbstbestimmung des Menschen. Ein Baby entscheidet nicht selbst, unterzutauchen. Es muss von den Eltern „untergetaucht“ werden. Unter Umständen wird dieser Vorgang das Vertrauen des Babys eher schwächen als stärken ... und zum Tauchen lernen bleibt ja auch noch genug Zeit!
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