Wasserski für Anfänger

Als Team-Event, für einen Kindergeburtstag oder als privater Ausflug

30.12.2007 Sabrina Sann

Wasserskilaufen kann jeder. Es hilft sicher, wenn man vorher schon einmal auf Schneeski gestanden hat, aber eine Voraussetzung ist es nicht.

Seit mehr als 80 Jahren laufen Menschen Wasserski. Und das hat einen Grund: Es macht Spaß ohne Ende! Und lernen kann es jeder – und zwar an einem Nachmittag. Man braucht keine Vorkenntnisse, muss nicht Skilaufen können und gar nicht mal besonders sportlich sein. Es ist also auch für Gruppenveranstaltungen, Kindergeburtstage und Teambuilding-Events von Firmen und Vereinen ideal geeignet.

Seilbahn oder Boot?

Wasserskilaufen kann man an einer Seilbahn („Cable Ski") oder hinter einem Boot. Das Boot hat besonders am Anfang den Vorteil, dass der Fahrer die Geschwindigkeit regulieren und dem Anfänger so das Starten erleichtern kann. Die Seilbahn hat auch einen Vorteil: Es gibt keine Bootschraube, die eine Welle produziert und den Wasserskiläufer aus dem Gleichgewicht zu bringen versucht. An einer Seilbahn tummeln sich jedoch verschiedene Völker: Wakeboarder, Monoski-Läufer, Paarski-Läufer, Kneeboarder und alle brauchen eine andere Zuggeschwindigkeit. Die voreingestellte Durchschnittsgeschwindigkeit der Seilbahn fordert also Kompromisse von allen Beteiligten.

Für Gruppenveranstaltungen: Wasserski-Schule

Seilbahnen gibt es in Deutschland in jedem Bundesland. Sie werden regelmäßig im Wasserski & Wakeboard Magazin veröffentlicht und sind im Internet zu finden. Für Gruppenveranstaltungen oder Team-Events eignen sich die Angebote von speziellen Wasserski-Schulen. Hier lassen sich besondere Absprachen treffen, um eine Gruppe einen ganzen Tag lang mit Sport und Spaß unter fachkundiger Anleitung zu beschäftigen.

Keine Verletzungsgefahr, aber Schwimmwesten-Pflicht

Verletzen kann man sich beim Wasserskilaufen genauso viel oder wenig wie beim Spaziergang mit dem Hund. Eine Schwimmweste ist Pflicht und kann in der Regel auch an jeder Seilbahn beziehungsweise in jeder Wasserski-Schule ausgeliehen werden. Ebenso zum Verleih gibt es meistens Neoprenanzüge, die zwar kein Muss, aber besonders bei weniger hohen Wassertemperaturen angenehm sind und natürlich die Skier – die sind ein Muss, zumindest am Anfang. Barfuß-Wasserski ist dann eine Fortgeschrittenen-Lektion.

Der Start beim Wasserskilaufen

Wenn Läufer und Ausrüstung bereit sind, kann es losgehen: Der Wasserskiläufer legt sich hinter dem Boot ins Wasser, richtet den Blick und die Skier zum Boot und hält bei langen Armen die Hantel mit beiden Händen fest. Die Armbeugen können dabei die Knie-Außenseiten berühren. Das Seil führt zwischen den Skiern durch. Die Knie zieht der Anfänger zum Starten möglichst weit zur Brust, aber so, dass die Ski-Spitzen noch möglichst weit aus dem Wasser heraus ragen. Mit einem klaren "OK"-Kommando an den Bootfahrer gibt der Läufer das Signal zur Abfahrt. Während das Boot anzieht, bleibt er in der Hocke und lässt die Skier auf die Wasseroberfläche ziehen. Erst dann steht der Läufer auf. Während des Wasserskilaufens ist es wichtig, Körperspannung zu behalten und die korrekte Wasserski-Haltung nicht zu verlieren.

Ob jung oder alt, sportlich oder nicht: Wasserskilaufen kann jeder lernen, und jedem macht es Spaß. Es ist der ideale Sommersport für Schneeskiläufer und der ideale Wintersport für Florida-Urlauber – denn das ist der Geburtsort des Wasserski-Sport und bis heute Heimat vieler Profi-Läufer und Wasserski-Schulen.

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