Laufen lernen: Barfuß-WasserskiDie ersten Schritte zum Extremsport auf dem Wasser
Barfuß-Wasserski ist eine Wettkampfdisziplin, die sogar in Weltmeisterschaften ausgetragen wird. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg.
Selbst erfahrene Wasserskiläufer fangen wieder mit der Lektion „Arme lang" an, wenn sie die ersten Schritte des Barfuß-Wasserskilaufens lernen. Wie von selbst scheint der Körper sich an die seitlich am Boot befestigte Lernstange zu krallen und mit aller Kraft auf die Füße ziehen zu wollen, wenn das Boot losgefahren ist. Manchmal klappt´s, manchmal nicht. Ersteres ist Glück, Letzteres die Regel. Um einen sicheren Start zur Regel zu machen und sicher und kontrolliert Barfuß-Wasserskilaufen zu lernen, gibt es spezielle Barfuß-Wasserski-Schulen mit professionellen Barfuß-Coaches. Sie sind meist selbst erfahrene Wettkampfläufer oder Ehemalige, die jeden Bewegungsablauf in Einzelschritte zerlegen können und auf diese Weise ganz genau definieren, was der Läufer zu tun und worauf er zu achten hat. „Arme lang", „Zehen nach oben", „Blick nach vorn", „Brust raus", „Rücken gerade", „Knie abgewinkelt" sind nur einige der Instruktionen, die die Coaches ihren Läufern immer wieder mit auf den Weg geben. Ähnlich wie beim Autofahrenlernen, vergisst der Lehrling anfangs auch hierbei zu „lenken", während er sich auf das „Schalten" konzentriert und umgedreht. Diese Feinheiten müssen immer und immer wieder korrigiert und ins Bewusstsein des Läufers gerufen werden, bis er es irgendwann im Schlaf beherrscht, alles gleichzeitig zu tun. Der Vorwärts-Tiefwasserstart beim Barfuß-WasserskilaufenBevor der Läufer jedoch mit beiden Füßen auf dem Wasser stehen kann, muss er lernen zu starten. Zur Basis beim Barfuß-Wasserskilaufen zählt der sogenannte Vorwärts-Tiefwasserstart („front deep"). Der Läufer legt sich mit gestrecktem Körper auf den Rücken, Füße über die Leine, Kopf weit nach hinten und wartet, bis das Boot eine ausreichende Geschwindigkeit erreicht hat, um die Füße vorsichtig auf das Wasser zu setzen und den Oberkörper aufzurichten. In dieser „Drei-Punkt-Position" – linker Fuß, rechter Fuß und Po – fährt er dann bis er aufstehen kann. In der Regel liegt die Endgeschwindigkeit beim Barfuß-Wasserskilaufen zwischen 60 und 80 km/h. Aber keine Sorge: Es sind die Nerven, die dabei kitzeln, nicht die Füße. Die richtige Ausrüstung zum Barfuß-WasserskilaufenZum Starten – aber auch später, um Figuren und Tricks durchzuführen – ist ein spezieller Barfuß-Anzug hilfreich; ein Schutzanzug, in den die Schwimmweste eingenäht ist und somit nicht ausbremsen kann. Auch Schuhskier („shoeski"), eine spezielle Barfuß-Hantel und eine Lernstange am Boot vereinfachen die ersten Lernschritte. Sind diese einmal gegangen und ist die Basis einmal vorhanden, können die ersten Tricks in Angriff genommen werden: Drehungen auf dem Rücken, Einfuß etcetera. „Barefoot skiing" ist ein extremer Funsport, der in vielen Fällen regelrecht zur Sucht wird, wenn die Anfänge gemeistert und die ersten Erfolge verbucht werden konnten. Nicht selten führt der Weg zum Wettkampf. Bis dahin muss der Läufer sicherlich auch den einen oder anderen Sturz einstecken. Doch bevor er sich davon den Spaß verderben lässt, sollte er lieber einen erfahrenen Coach aufsuchen: Schon in 1-2 Stunden kann dieser dem Läufer ein gutes Verständnis über den Bewegungsablauf vermitteln und die ersten Haltungsfehler ausbügeln.
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